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Henning Mankell

Pulse Surveys: Was genau ist damit gemeint?
21.01.2021 10:03

Pulse Surveys: Was genau ist damit gemeint?

FEEDBACK 4 SUCCESS  |  Creating Corporate Culture

 

Mitarbeiterbefragungen: same, same but different

Gewisse methodische Grundprinzipien teilen alle klassischen Mitarbeiterbefragungen miteinander:

  • Es sind meist schriftliche Befragungen
  • Sie werden digital durchgeführt
  • Sie können auch analog durchgeführt werden
  • Sie finden in größeren Intervallen statt
  • Sie sind von der Geschäftsführung initiiert
  • Es sind meist Vollbefragungen aller Mitarbeiter
  • Fragebögen dauern oft zwischen 15 und 30 Minuten

Aus den Ergebnissen sollen Maßnahmen abgeleitet werden, die dem Unternehmen helfen zu lernen und besser zu werden.

Pulse-Surveys in der Praxis

Was genau nun ein Pulse Survey ist, ist nicht glasklar definiert, denn es gibt den Pulse in verschiedensten Facetten.

Dabei sind 4 grundlegende Varianten zu unterscheiden:

1. Hardwaregestützte Befragungen

Vor allem in den USA gibt es inzwischen eine deutliche Anzahl an Feedback-Hardware Anbietern. Über ein Hardware-Panel werden Antworten von Mitarbeitern erfasst – unsereins kennt das womöglich von Flughafen-Toiletten. Die Ergebnisse erscheinen als Live-Statistik beim Management.

2. Permanente Feedback-Plattformen

Eine andere Ausprägung findet sich bei Anbietern von Online-Feedbackplattformen, in denen die Mitarbeiter eines Unternehmens als dauerhafte Benutzer hinterlegt sind und in kurzen Intervallen Feedback geben. Ziel ist es häufig zu befragen und dabei wenige Fragen zu stellen. Nicht selten wird das Feedbackgeben dabemit Foren-artigen Austauschmöglichkeiten kombiniert.

3. Peer-to-Peer Feedback Lösungen

Andere Online-Anbieter fokussieren sich stärker auf personenzentrierte Verfahren. So kann man – bspw. nach einem Meeting – Feedback des Publikums einholen und diese – so wie man Kontakte bei Linkedin einlädt – direkt um persönliches Feedback bitten.

4. (Semi-) Automatisierte Kurzbefragungen

Während alle bisherigen Lösungen als Feedbacklösung ohne Beraterleistung verkauft werden, gibt es noch eine vierte Variante: kurze, unterjährige Befragungen, die von externen Beratern durchgeführt und begleitet werden. Der Prozess der Befragung wird schneller, hat aber nicht zum Ziel tägliches oder wöchentliches Feedback einzuholen. Ziel ist es nämlich, anlassbezogenes Feedback zu erheben und dieses schnell und unmittelbar zu bearbeiten. Der Schwerpunkt wird verlagert von der Befragung, zur Aufarbeitung – der wahren Königsdisziplin! Als Anbieter können hier neben technischen Marktführern auch viele Beratungsunternehmen gelten. Auch wir selbst sind neben klassischen Mitarbeiterbefragungen - im Bereich Pulse-Surveys tätig.

Die Qual der Wahl 

Was zu welchem Unternehmen passt, bleibt jedem Unternehmen selbst überlassen. Wir können Ihnen aber sagen warum wir uns aktiv entschieden haben, im 4. Teilbereich tätig zu sein: weil Befragungen Instrumente der Organisationsentwicklung sind und keine reinen Messinstrumente! Denn: 

  • Schlägt die Erhebungsgeschwindigkeit, die Reaktionsgeschwindigkeit ist dies für die Weiterentwicklung einer Organisation kontraproduktiv 
  • Befragungen scheitern nicht an der Technik, sondern an der Zeit, der Aufmerksamkeit und der Kompetenz mit den Ergebnissen zu arbeiten. Und diese werden durch die höhere Messgeschwindigkeit wohl kaum gesteigert.  
  • Die meisten Online-Lösungen setzen auf reines Online-Feedback. Jedoch gibt es auch in unserer modernen, vernetzten Welt weiterhin Offline-Arbeitsplätze. Und auch diese gilt es im Rahmen von Befragungen zu berücksichtigen.  
  • In vielen Unternehmen besteht bei Befragungsprojekten Skepsis bzgl. Anonymität und Datenschutz. Dies ist für Online-Lösungen, die nach einem unbekannten Algorithmus situationsbasiert Fragen stellen sicherlich noch stärker ausgeprägt. 

Viele neue Tools sind innovativ und zukunftsweisend. Während sie für junge, IT -lastige und PC-angebundene Unternehmen mit einer schon entsprechend etablierten Unternehmenskultur sehr passend sein können, sind sie in vielen Unternehmen nur schwer vorstellbar. Denn Technik allein erzeugt keine offene UnternehmenskulturNatürlich kann die passende Technik jedoch von einer entsprechenden Unternehmenskultur positiv genutzt werden! 

Umsetzungskompetenz heißt das Zauberwort!  

Unternehmen scheitern oft daran, Neues zu erproben, gute Ideen konsequent umzusetzen, partizipativ Dinge zu erarbeiten und out-of-the-box Lösungen auf bekannte Probleme zu suchen. Das ist im Umgang mit Befragungsergebnissen nicht anders. Betroffene zu Beteiligten machen ist ein altbekannter Satz. Befragungen durchführen bedeutet, diesen Satz Realität werden zu lassen. Die Befragung allein, ohne konsequente Aufarbeitung, ist jedoch nicht ausreichend, um ein Unternehmen weiter zu entwickeln.   

Entsprechend widmen wir uns der Aufgabe, Unternehmen dabei zu unterstützen aus dem Feedback, das sie erhalten, etwas Sinnstiftendes abzuleiten und Lösungen Realität werden zu lassen. Wir streben danach, Daten auch Taten folgen zu lassen 

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